Leichte Küche

Leichte Küche von einem der sagt, was er denkt

Obwohl der aus München stammende Frank Heppner, den Service-Bund natürlich als Lieferanten kannte, wie viele Kollegen wurde der Spitzenkoch von Service-Bund Berater Peter Parjaczewski für die aktive Arbeit im Service-Bund “akquiriert”. Vor mehr als 200 Personen sollte er einen Vortrag halten und war dementsprechend angespannt. Und als Vorredner Gerd Käfer ihn auch noch mit großen Worten ankündigte, war er dem Schüttelfrost nahe und dachte nur noch: “Oh Gott, was macht der denn da”. Aber der gelassene Peter Parjaczewski beruhigte ihn: “Herr Heppner, sagen Sie einfach, was sie denken.” Am Ende bekam Heppner natürlich Applaus, alles war gut und damit der Anfang einer langen, erfolgreiche Partnerschaft gemacht – in der Heppner immer sagen konnte, was er denkt. Seit über 10 Jahren kocht er für Evens in verschiedenen Gebietszentralen und schult Service-Bund Mitarbeiter. Durch den Service-Bund kam er auch in das Hotel Esperanto in Fulda, war dort kulinarisch für die Eröffnung zuständig und begleitete die ersten sechs Monate, bis Andreas Scholz als Küchenchef übernehmen konnte. Aus diesen langen Jahren sind viele persönliche Bindungen entstanden. “Thomas Flach – auch wenn er ein harter Knochen sein kann – ist wie mein großer Bruder”, lacht Frank Heppner. “Wenn er mich braucht, bin ich da.”

Klassische Hâut-Cuisine und fünf Jahre Asien

Frank Heppner war dem Service-Bund aufgefallen, weil er als einer der ersten überhaupt die euro-asiatische Küche nach Deutschland brachte. Nach seiner Lehre im Münchner Ratskeller und ersten Erfahrungen im Bachmair am Tegernsee in den Hilton Hotels in Amsterdam, Straßburg und Genf, zurück in München in Eckart Witzigmanns Aubergine zog es ihn schließlich nach Asien. Vier Jahre in Peninsula Hotels in den Phillipinen und in Hong Kong sowie im Hilton Soul in Süd-Korea sollten seine kulinarische Zukunft prägen. Als Küchenchef des Gourmet-Restaurants Mark’s im Fünf-Sterne-Hotel Rafael (heute Mandarin Oriental) wieder in München etablierte er seinen ganz besonderen Kochstil, stark inspiriert von der asiatischen Küche. Frank Heppners leichte Art zu kochen verwöhnte nicht nur prominente Gäste aus aller Welt, sondern machte ihn auch in ganz Deutschland berühmt und fand viele Nachahmer. Wo immer Heppner in den folgenden Jahren kochte, er begeisterte seine Gäste. Im Münchner Lenbach, im eigenen Restaurant Momo oder dem Vincent & Paul, dem Gourmetrestaurant des berühmten Museum Folkwang in Essen. Daneben ist er Autor zahlreicher Kochbücher, die auch zeigen, wie köstlich leichte Küche sein kann.

Ganz neue Wege im Allgäu

Und nun hat sich Frank Heppner, der schon mit zehn Jahren wusste, dass er Koch werden will, vom täglichen Herd entfernt. Er arbeitet bei der Firma Rösle, Küchengeräte. Nicht, weil er nichts mehr mit aktivem Kochen am Hut hat, sondern weil er hier ein Angebot bekam, das noch einmal ganz andere, spannende Aufgaben für ihn bereit hält. Er ist beratend für alles zuständig, was mit Essen und Trinken des berühmten Allgäuer Familienunternehmens, das in diesem Jahr 125jähriges Jubiläum feiert, zu tun hat. Seine Branchen- und Fachkenntnisse sind nicht für das Rösle-Marketing wichtig, sondern natürlich auch für die Produktentwicklung und den Vertrieb. “Wir setzen gerade viele neue Projekte um, von Kochbüchern hin zu TV-Projekten. Unsere Grills begeistern Griller und Fachpresse und gerade habe ich auch einen Schiene speziell für die Gastronomie aufgebaut.” Aber natürlich geht es auch manchmal auch zurück an den Herd. Ob für den Robinson-Club oder für einen Kochevent bei Kollegen wie Stephan Schwedt im Hühnerhof. Oder Otto Koch ruft an, und Frank Heppner stellt sich der Écôle Culinaire selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Dem Service-Bund wünscht er für die nächsten 40 Jahre weiterhin so viel Erfolg – aber, weil er eben sagt, was er denkt, hat er auch einen Wunsch an den Jubilar. “Gerade im asiatischen Bereich fände ich es toll, noch ein bisschen mehr auf die Bio-Schiene zu gehen. Es gibt jedes einzelne Produkt aus Asien auch biologisch. Ich weiß, dass es schwer ist, mit so etwas neu anzufangen: Aber ich war ja auch dabei, die asiatische Schiene im Service-Bund generell auszubauen, und das ist uns auch gelungen. Ich bin mir sicher, der Verbraucher und damit auch die Köche, die auch in diesem Bereich Bio suchen, sind schon da.”

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